
1804 gründen im 1470 Einwohner zählenden Kramsach die Brüder
Guggenbichler,
vulgo Stoffler, eine Blasmusikkapelle und nennen sie „Bauernkapelle“.
1885 übernimmt der 22jährige Johann Maier, ein ausgezeichneter Klarinettist, die inzwischen auf 20 Mann angewachsene Bauernkapelle.
Um die Jahrhundertwende ist der Großteil der Musikanten im Messingwerk Achenrain beschäftigt und so erhält die Kapelle den Namen „Werkskapelle Achenrain“. Der damalige Direktor der Messingwerke, Gustav Deinert, ist der erste große Mäzen der Musikkapelle.

Während des 1.
Weltkrieges, etwa um 1916, muss das Vereinsgeschehen eingestellt werden. Ein
kompletter Neuaufbau nach dem Krieg ist die Folge.
1924 erhält die Kapelle eine Paradeuniform, die dem Modell einer Werksbeamtentracht nachempfunden ist.
1935 übergibt Johann Maier, nach 45 Jahren Kapellmeistertätigkeit, den Taktstock an den bisherigen Stellvertreter Johann Steiner, der die Kapelle bis 1945 leitet.
1945 nach dem Ende des 2. Weltkrieges, muss wiederum mit einem Neuaufbau begonnen
werden.
Zur ersten Ausrückung zu Fronleichnam stehen gerade 12 Mann
zur Verfügung.
Simon Maier, der Sohn des legendären Altkapellmeisters Johann
Maier, übernimmt in diesem Jahr die
Musikkapelle und leitet sie bis 1984.
In den Nachkriegsjahren
übernimmt Johann Steiner bis 1949 die Obmannstelle.
1949 übernimmt Johann Schmid das Amt des Obmanns und im gleichen Jahr wird eine neue graue Werksuniform angeschafft.
1951 wird mit dem Bau eines eigenen Musikpavillons begonnen, der 1953 feierlich eingeweiht wird.
1954 übersiedelt die Kapelle aus den Raspe-Werken in das inzwischen fertig gestellte Probelokal beim Pavillon. Gleichzeitig erfolgt die Umbenennung des Vereinsnamens in „Musikkapelle Mariatal“.

1955 stellt man, dem allgemeinen Trend folgend, alle Instrumente auf die Normalstimmung um.
1957 erfolgt die Anschaffung einer neuen Tracht, die bis zum heutigen Tag in Verwendung ist. Sie ist nach alten Bilddokumenten jener Festtagstracht nachempfunden, die heute als „Wipptaler Tracht“ bezeichnet wird und ehemals in ganz Tirol als Sonntagskleidung verwendet wurde.
1961 wird die alte, graue Werksuniform gegen eine braune Schützenuniform ausgetauscht, wie sie noch heute von der Schützenkompanie und der Musikkapelle Kramsach getragen wird.
1963 folgt Alfons Naschberger als Obmann und bekleidet das Amt bis 1974. 1972 wird die Kapelle unter dem damaligen Obmannstellvertreter Egon Außerhofer mit einer neuen Uniform ausgestattet.

1974 übernimmt Sebastian Luchner das Amt des Obmanns. In dieser Periode wird das im Keller des Pavillons untergebrachte Probelokal renoviert.
1977 wird Egon Außerhofer zum Obmann gewählt, der diese Funktion bis 1984 innehat.

1984 tritt Werner Salzburger die Nachfolge von Simon Maier als Kapellmeister an, der dieses Amt durch fast 40 Jahre ausgeübt hat. Neuer Obmann wird Heinz Rampl. In dieser Zeit beginnen auch die Planungen und der Umbau des alten Kindergartens in ein neues Musikheim.
1987 übernehmen Othmar Ager als Obmann und Otmar Hausberger als Kapellmeister die Leitung der Musikkapelle.
1989 wird das neue Musikheim mit modernem Probelokal eingeweiht.
1990 übernimmt wieder Heinz Rampl das Amt des Obmanns
1999 übergibt Kapellmeister Otmar Hausberger die Leitung der Kapelle an Peter Hohenauer.
2000 werden die Trachten erneuert und beim Frühjahrskonzert präsentieren die Musikantinnen stolz ihre neue Unterinntaler Tracht.
2004 Im Jubiläumsjahr 2004,
erhält die Kapelle eine neue Uniform.
2005
geht die Bundesmusikkapelle Mariatal beim Landeswertungsspiel des Tiroler
Blasmusikverbandes in der Gruppe B als Sieger, unter der Leitung von Kpm.
Peter Hohenauer, hervor.
2006
Robert Haas übernimmt als Kapellmeister die musikalische Leitung.
Ehrenobmann Heinz Rampl übergibt sein Amt an
Obmann Erwin Luchner.
CHRONIK